965 Spiele in Folge: Keith Yandle ist der neue Ironman

965 Spiele in Folge: Keith Yandle ist der neue Ironman

Seit den Achtzigerjahren hielt Doug Jarvis den Rekord für die meisten NHL-Partien in Folge. Nun hat Keith Yandle von den Philadelphia Flyers die Bestmarke tatsächlich geknackt. Das Spiel gegen die New York Islanders war sein 965. Einsatz nacheinander. Eine unfassbare Leistung im verletzungsintensiven Eishockeysport.

Yandles Streak begann am 26. März 2009. Damals trug der Verteidiger noch das Trikot der Phoenix Coyotes, die ihn 2005 in der vierten Runde gedraftet hatten. Beim 3:2-Heimsieg gegen die Edmonton Oilers begann er, Sportgeschichte zu schreiben.

In den folgenden knapp 13 Jahren verpasste Yandle kein einziges Spiel seiner Mannschaften. Er wechselte von den Coyotes über die New York Rangers zu den Florida Panthers, bei denen er die letzten fünf Saisons verbrachte. Vor der laufenden Spielzeit unterschrieb er dann für ein Jahr bei den Philadelphia Flyers. Während dieser Zeit überzeugte er allerdings nicht nur mit seiner Beständigkeit, sondern auch mit seinen Leistungen: Dreimal nahm er am NHL All-Star Game teil.

In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch fand Yandles Serie ihren vorläufigen Höhepunkt: Gegen die New York Islanders stand er zum 965. Mal in Folge auf dem Eis und überholte damit den langjährigen Rekordhalter Doug Jarvis. Angesichts dieser Errungenschaft dürfte die 3:4-Auswärtsniederlage seiner Flyers verkraftbar gewesen sein.

Der Jäger wird zum Gejagten

Yandle darf sich allerdings nicht auf seinem Rekord ausruhen, wenn er ihn länger behalten will. Ein Konkurrent ist ihm nämlich dicht auf den Fersen. Ausgerechnet bei Yandles erstem NHL-Team aus Arizona spielt jemand ähnlich lange ohne Unterbrechung. Die Serie von Coyotes-Stürmer Phil Kessel steht derzeit bei 941 Partien.

Vor der Saison hatte NHL-Rekordspieler Patrick Marleau mit seiner Serie sogar noch vor Kessel gelegen. Diese riss allerdings, weil die Sharks-Legende in San Jose keinen neuen Vertrag mehr für die laufende Spielzeit bekam.

Foto: AFP

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