Eishockey-Clans #8: Die Familie Apps

Eishockey-Clans #8: Die Familie Apps

Der Eishockeysport wurde in seiner Geschichte oftmals von mehreren Mitgliedern derselben Familie geprägt – teilweise über Generationen hinweg. Der Apps-Clan wurde von einem der besten Spieler aller Zeiten begründet. Später folgten noch ein weiterer NHL-Profi und eine dreifache Goldmedaillengewinnerin bei Olympia.

Beinahe wäre Syl Apps gar kein Eishockeyprofi geworden. Noch im Alter von 21 Jahren nahm der herausragende Athlet als Stabhochspringer an den Olympischen Spielen 1936 in Berlin teil und wurde Sechster. Dass er sich am Ende doch für eine Karriere auf Schlittschuhen entschied, lag am legendären Funktionär Conn Smythe. Nachdem der Besitzer und Manager der Toronto Maple das Kraftpaket Football spielen sah, wollte er Apps unbedingt verpflichten. Smythe überzeugte ihn von einer Eishockeylaufbahn – und von einem Engagement bei den Leafs.

Das sollte sich als weise Entscheidung herausstellen. Nach seiner Debütsaison 1936/37 erhielt Apps die Calder Trophy für den besten NHL-Rookie. Später wurde er zu Torontos Kapitän ernannt und führte sein Team 1943, 1947 sowie 1948 zum Stanley-Cup-Triumph. Er gilt heute als einer der besten Center aller Zeiten und wurde 1961 in die Hall of Fame aufgenommen.

Drei talentierte Generationen

Auch sein gleichnamiger Sohn schaffte es als Center in die NHL. Syl Apps junior absolvierte zwischen 1970 und 1980 insgesamt 750 Partien für die New York Rangers, die Pittsburgh Penguins und die Los Angeles Kings. Beim NHL All-Star Game 1975 wurde er als dessen MVP ausgezeichnet – 27 Jahre nachdem sein Vater ebenfalls teilgenommen hatte. Zwei aufeinanderfolgende Generationen derselben Familie waren bis zu diesem Zeitpunkt noch nie für das Spiel nominiert worden.

Auch die Kinder des Juniors wurden Eishockeyprofis. Syl Apps III unterschrieb zwar einen Vertrag bei den Toronto Maple Leafs, kam allerdings nie in der NHL zum Einsatz und spielte stattdessen in unterklassigen Ligen. Seine Schwester Gillian Apps vergoldete ihre Karriere mehrfach mit dem kanadischen Nationalteam. Dreimal Gold bei Weltmeisterschaften und dreimal Gold bei Olympischen Winterspielen lautet ihre beeindruckende Bilanz.

Foto: AFP

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