Ausnahmespieler #7: Gordie Howe

Ausnahmespieler #7: Gordie Howe

Für insgesamt zehn Spieler wurde von der Hockey Hall of Fame die Regel außer Kraft gesetzt, die normalerweise eine dreijährige Wartezeit zwischen Karriereende und Aufnahme vorsieht. Einer dieser zehn Ausnahmespieler war Gordie Howe, der dreieinhalb Jahrzehnte auf höchstem Niveau Eishockey spielte und so mehrere Fan-Generationen prägte.

Der kanadische Flügelstürmer Gordon „Gordie” Howe ist eine wahre Ikone des Eishockeysports und gilt als einer der besten Spieler aller Zeiten. Besonders die unfassbar lange Zeitspanne, in der er sein Weltklasse-Niveau halten konnte, brachte ihm den Spitznamen „Mr. Hockey”. Er absolvierte 26 NHL-Saisons und hält auch den Rekord für die meisten Spiele in der besten Liga der Welt.

1946 bestritt Howe im Alter von 18 Jahren bei den Detroit Red Wings das erste seiner insgesamt 1767 Spiele in der Regular Season. Er spielte danach ganze 25 Jahre bei den Red Wings, in denen er vier Stanley Cups gewann und sechsmal als MVP der Liga ausgezeichnet wurde. In dieser langen Zeit war er ein Musterbeispiel an Konstanz: 21 Jahre in Folge befand er sich unter den zehn besten Scorern der Liga.

Mr. Hockey trotzt dem Alter

1971 wurde Gordie Howe von einer Handgelenksverletzung zum Karriereende gezwungen. Bereits ein Jahr später wurde er folgerichtig in die Hockey Hall of Fame aufgenommen. Doch Howe war noch nicht fertig.

Eine Operation erlaubte es ihm, von seinem Karriereende zurückzutreten. Im Alter von 45 Jahren unterschrieb er einen Vertrag bei den Houston Aeros in der World Hockey Association. Er spielte dort zusammen mit seinen beiden Söhnen und gewann zwei Meisterschaften. In der ersten Meistersaison wurde er als MVP der Liga ausgezeichnet.

Nach dem Ende der WHA 1979 absolvierte Howe tatsächlich noch eine letzte NHL-Spielzeit bei den Hartford Whalers. Kurz vor seinem 52. Geburtstag wurde er zum letzten seiner insgesamt 23 All-Star Games eingeladen. Am Ende der Saison 1979/80, in der er alle 80 Spiele bestritten hatte, sagte Mr. Hockey der NHL dann endgültig Lebewohl.

(Foto: AFP)

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